Green Kurdistan

Das immer größer werdende Plastikaufkommen und die nicht fachgerechte Entsorgung bzw. mangelnde Recycling von Plastik ist eines der größten Umweltprobleme der Welt. Plastik ist bekanntlich nicht biologisch abbaubar und häuft sich in der Natur an, so dass es zum Beispiel zur Bildung riesiger Plastikinseln in den Ozeanen führt. Dies hat gewaltigen Einfluss auf Ökosysteme und unsere Umwelt.
Das Ziel unseres Projektes ist es, die Gesellschaft auf die Problematik der Abfallbehandlung aufmerksam zu machen und die Entstehung von Abfällen, vor allem Plastikmüll durch die Verwendung von Einmalplastiktüten, zu vermeiden. Dazu schicken wir Secondhandtaschen aus Deutschland in die sich stark entwickelnde Region Kurdistan. Diese ist durch die Folgen von politischen Konflikten und Krieg geprägt und der Fokus der Regierung liegt nicht auf der Umweltproblematik, die aber angesichts der großen Mengen an Abfällen in den kommenden Jahren zu einem Problem wird. Rzgar Al-Bewani, ein Master Student des Studiengangs WASTE (Air Quality Control, Solid Waste and Waste Water Process Engineering) der Universität Stuttgart ist der Initiator des Projektes. Als er bei einem Besuch in seiner Heimatstadt Kalar einige Stofftaschen aus Deutschland mitnahm und verteilte, wurde seine Idee gut aufgenommen. In Deutschland suchte er sich Unterstützer und konnte schon etwa 1000 Taschen sammeln. Diese sollen vom Team vor Ort in Aktionen, die auf die Problematik von Plastiktüten hinweisen, verteilt werden. Das Ziel ist es ein Bewusstsein für den ökologischen Umgang mit Ressourcen zu schaffen und die Aufmerksamkeit der Politik auf dieses Thema zu lenken.
Helft mit! Kommt vorbei und spendet eure Stofftaschen, die ihr nicht mehr benutzt! So können sie ein neues Leben erhalten.