Initiative für weniger Müll in den Straßen

„Kennst du das Gefühl, wenn du morgens aus dem Haus gehst, dich auf die Sonne und die frische Luft draußen freust und ein paar Meter gehen willst, bevor du ins Auto oder in den Bus steigst, der dich zur Arbeit bringt? Dann biegst du um die Ecke, und vor dir liegt eine zerknüllte Zigarettenschachtel. Gleich drei Meter weiter siehst du ein benutztes Papiertaschentuch am Boden. Das ist bestimmt jemandem aus der Jackentasche gerutscht. Ja, das kann schnell mal passieren. Dann gehst du weiter und wunderst dich, warum neben den parkenden Autos weggeworfene Parkscheine liegen. Die legt man eigentlich beim Parken ins Auto hinter die Windschutzscheibe. Dort liegen sie auch, wenn man beim Wegfahren wieder einsteigt. Dann muss sie ja einer regelrecht raus auf die Straße geworfen haben, bevor er wegfuhr. Macht das jemand absichtlich? Absichtlich oder gedankenlos – das Ergebnis ist dasselbe: Immer mehr Kleinmüll sammelt sich am Straßenrand. Das Wegschnippen einer Zigarettenkippe fällt dem Raucher, der vor dir geht, kaum auf. Er springt noch schnell in den Bäcker und holt sich einen Kaffee zum Mitnehmen. Was ist, wenn der Becher leer getrunken ist und ein Papierkorb gerade nicht in der Nähe steht? Oder der Papierkorb voll ist? Das malst du dir jetzt besser nicht aus. Inzwischen bist du an der Haltestelle angekommen und froh, dass du in den Bus einsteigen kannst, der dich aus der Stadt bringt …“

Mit diesem Zustand wollen wir uns nicht abfinden. Wir wohnen gerne mitten in der Stadt. Und das soll auch so bleiben. Deshalb haben wir uns zusammen getan, um gegen die Zunahme von Müll in unseren Straßen etwas zu unternehmen.

Was wollen wir mit unserer Initiative erreichen?

  • Vor allem eines: Aufrütteln und Aufklären (z.B. Informieren über den Giftgehalt von Zigarettenkippen)
  • Ins Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern kommen
  • Konkrete Forderungen gegenüber der Stadt artikulieren (u.a. mehr Papierkörbe, häufigere Leerungen, verstärkter Einsatz von Kehrwägen, Ahndung von Müllsünden, Nichtrauchgebot an SSB-Haltestellen)
  • Vertreter der Tabakindustrie oder Wirtschaftsunternehmen und Gastronomiebetriebe als Unterstützer gewinnen
  • Mit kreativen Aktionen auf die Vermüllung im städtischen Bereich aufmerksam machen
  • Kontakt zu anderen Initiativen mit ähnlicher Zielrichtung knüpfen
  • Beispiele von Aktionen in anderen Städten sammeln und die Stadtverwaltung von Stuttgart inspirieren, Ähnliches zu tun
  • Die politischen Parteien für das Thema „erwärmen“ und Mitstreiter/innen in der Politik suchen

Willst du mehr erfahren und sehen, wer wir sind und was wir genau tun, dann komm‘ einfach zu unserem Stand!

weniger@muell-in-stuttgart.de

Radiosendung: „Der Müll“